Landtagsvizepräsidentin Kurtz zu Informationsbesuch in der Stadtbücherei Leinfelden

Die Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg Ingrid Kurtz, MdL (CDU), kam am 4. August zu einem Informationsbesuch in die Stadtbücherei Leinfelden. Sie folgte einer Einladung von Uwe Janssen, dem Vorsitzenden des Fördervereins Stadtbücherei LE und stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbands der Bibliotheks-Freundeskreise (BdB). Begrüßt wurde die Abgeordnete auch durch Oberbürgermeister Roland Klenk und die Leiterin der Stadtbücherei Leinfelden-Echterdingen Dorothea Veit.

Sabine Kurtz MdL (3. v.l.) in der Bücherei Leinfelden
v.l.: Uwe Janssen, Susanne Schmucker, Sabine Kurtz MdL, OB Roland Klenk. Foto: L. Hermann

Zunächst ging es bei einer Führung durch die Bücherei um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Betrieb der Bücherei. Deren Leiter Wolfram Haferkamp erklärte, wie die Nutzung der Bücherei durch die notwendigen Hygiene-Maßnahmen eingeschränkt wird. So dürfen sich derzeit nur 45 Personen gleichzeitig in der Bücherei aufhalten. Dadurch ist es fast unmöglich, sich längere Zeit in Bücher, Zeitungen, Spiele oder andere Medien zu vertiefen, damit die Schlange vor dem Eingang nicht zu lang wird.

Besuch der Bücherei Leinfelden unter Corona-Bedingungen. Fotos: U. Janssen
Erschwerter Zugang zur Bücherei Leinfelden wegen der Corona-bedingten Einschränkungen.

So sind auch die beiden Büchereien von Leinfelden-Echterdingen zur Zeit nicht was Bibliotheken heute sein sollen: dritte Orte. Orte, an denen man sich nach der eigenen Wohnung oder dem Arbeitsplatz gern und lange aufhält, um zu lesen, gemeinsam oder alleine zu lernen, mit anderen zu kommunizieren, zu arbeiten und das alles nahezu kostenlos – oder zum Preis eines Bibliotheksausweises von €25 für ein ganzes Jahr.

Die besondere Situation der ehrenamtlich betriebenen Büchereien in Musberg und Stetten erläuterte Susanne Schmucker, ehrenamtliche Leiterin der Bücherei Musberg an der Eichbergschule. Hier ist auf Grund der geringen Raumgrößen die zulässige Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen sehr viel geringer (in Musberg z.Zt. 4). Zudem gehören die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen teilweise zu den Risikogruppen, so dass einige den Dienst schon einstellen mussten.

Eigentlicher Grund der Einladung war die Fortsetzung eines Gesprächs, das vor gut einem Jahr bei einem Fachgespräch der Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der CDU im Stuttgarter Landtag begonnen hatte.

Seither hat sich schon etwas getan. So stellt das Land im laufenden Doppelhaushalt Mittel bereit, um einen Bibliotheksentwicklungsplan zu erarbeiten. Weiteres Geld gibt es für Bibliotheken im ländlichen Raum für Projekte zum lebenslangen Lernen. Ein guter Anfang, wie Uwe Janssen feststellte. Doch reicht das nicht, um die Aufgaben und Leistungen der öffentlichen Bibliotheken in der Landespolitik und der Regierung angemessen zu berücksichtigen und zu unterstützen. Nach Janssens Ansicht muss das Weiterbildungsförderungsgesetz von 1980, das dürre Worte zu Öffentlichen Bibliotheken enthält, entsprechend aktualisiert werden. „Wir brauchen eine zeitgemäße Definition der Aufgaben und der Stellung der Öffentlichen Bibliotheken in der kommunalen Bildungs- und Kulturlandschaft“ sagte er.

Aus schmerzlicher Erfahrung in so mancher Kommune einschließlich der eigenen Stadt wies Janssen darauf hin, dass die schwache rechtliche Stellung und der mangelnde politische Rückhalt der Öffentlichen Bibliotheken immer wieder dazu führe, dass bei ihnen mit dem Sparen angefangen wird, wenn die Kommunalfinanzen mal wieder knapp werden. Es sei nicht auszuschließen, dass die Corona-bedingten Einnahmeausfälle der Kommunen in nächster Zeit wieder Anlass dazu geben.

„Bibliotheken brauchen und haben Freunde: viele Freundeskreise oder Fördervereine, die sie ehrenamtlich unterstützen und helfen gegenüber Politik und Öffentlichkeit, aber auch immer wieder finanziell und mit ehrenamtlichen Engagement für „ihre“ Bücherei,“ sagte Janssen über die Aktivitäten der Freundeskreise und ihres Bundesverbandes BdB. Je kleiner die Kommune, desto wichtiger sei die Arbeit der Freundeskreise, denn oft fehle es in Verwaltung und Kommunalpolitik an Verständnis für die Rolle und den Nutzen einer Bücherei für die Gesellschaft und die Gemeinde.

Janssen appellierte an Sabine Kurtz: „Bitte helfen Sie, etwas für die Öffentlichen Bibliotheken im Land zu tun, vor allem die in der Fläche, im ländlichen Raum, wo es noch viele „weiße Flecken“ gibt, Kommunen ohne Bibliothek, indem Sie sich in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, das Weiterbildungsförderungsgesetz zu novellieren oder ein eigenes zeitgemäßes Bibliotheksgesetz auf den Weg zu bringen.“

In ihrer Erwiderung sagte Ingrid Kurtz, nach ihrer Ansicht habe eine Gesetzesänderung oder ein eigenes Bibliotheksgesetz nur einen geringen praktischen Nutzen. Sie vertraue eher auf die Kommunen, die am besten wüssten, was auf ihrem Gebiet nötig sei.

OB Roland Klenk wies darauf hin, dass nur höchstens 20 Prozent des kommunalen Haushalts für die Kommunalpolitik verfügbar sei, weil der größte Teil auf Grund fester Verpflichtungen nicht disponibel sei. Klenk betonte zugleich seine Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins und seiner Mitglieder für die Bücherei der Stadt.

Die Filder-Zeitung berichtet in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung am 6. August.

Wir brauchen Sie!

Aufgrund der Risiken der Corona-Pandemie können einige unserer langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiter ihren Dienst leider nicht mehr fortführen.

Wenn Sie Lust und Zeit haben, das Ausleihteam

vierzehntägig oder einmal monatlich dienstags oder donnerstags

von 14:45 – 18:00 Uhr

oder als Springer*in bei Bedarf

zu unterstützen, sind Sie bei uns genau richtig. Gerne arbeiten wir Sie gründlich in diese Tätigkeit ein und Sie können schon bald Teil unseres netten Teams sein.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bitte bei unserem Vorsitzenden, Uwe Janssen per E-Mail
janssen@foerderverein-buecherei-le.de
oder Telefon +49 711 754 26 41).

Wir freuen uns auf Sie!

Bücherei Musberg ab 30.6. wieder für Sie geöffnet

Neue Corona-Verordnung des Landes macht’s möglich

Am Dienstag, 30 Juni um 15. Uhr können wir die Bücherei Musberg endlich wieder für Sie öffnen. Es gelten die üblichen Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen: Abstand, Masken, Händewaschen. Zudem dürfen sich nur jeweils drei Personen in der Bücherei aufhalten, einschließlich der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen

Zunächst vor allem Rückgabe

Wir bitten, an den ersten Öffnungstagen (Dienstag, 30.6. und Donnerstag, 2.7.) vor allem um die Rückgabe der schon vor dem 16. März ausgeliehenen Medien. Bis Ende Juli verzichten wir auf die Erhebung von Säumnis- und Mahngebühren für diese Medien.

Bücherei Stetten ab 16. Juni wieder geöffnet

Endlich können wir am Dienstag, 16. Juni um 15 Uhr die Bücherei Stetten wieder öffnen. Dafür liegt ein umfangreiches Hygienekonzept vor, das nun von der Stadtverwaltung genehmigt wurde. Vorläufig dürfen sich nur jeweils vier Personen gleichzeitig in der Bücherei aufhalten. Sie müssen den üblichen Abstand von 1,5 Metern voneinander einhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung („Alltagsmaske“) tragen. Davon ausgenommen sind Kinder bis sechs Jahren.

Bitte beachten Sie, dass der Eingang zu Bücherei nur über die Terrasse möglich ist, der Ausgang erfolgt über den Haupteingang des Gebäudes. Sollte es auf Grund der Beschränkung der Zahl der Besucher*innen zu Wartezeiten kommen, bitten wir um Verständnis und Geduld. Vor allem aber bitten wir darum, auch beim Warten vor der Tür den notwendigen Abstand einzuhalten.

Die allgemeinen Hygieneregeln, wie Husten-/Nies-Etikette, kein Händeschütteln und regelmäßiges Händewaschen bitten wir unbedingt einzuhalten.

Die Bücherei Stetten wird ab dem 16. Juni jeweils am Dienstag und Mittwoch von 15 bis 19 Uhr geöffnet sein.

Bücherei Musberg leider weiter geschlossen

Die Bücherei Musberg muss leider noch geschlossen bleiben. Die Begründung ist, dass das Gebäude dort, in dem sich die Bücherei und ein Raum der Volkshochschule befinden, zur Eichbergschule gezählt wird. Und nach der Corona-Verordnung des Landes sind nicht-schulische Nutzungen von Schulgebäuden zur Zeit verboten.

Wir bemühen uns mit der Stadtverwaltung, für unsere Bücherei eine bessere Regelung zu finden, damit wir auch in Musberg bald wieder für unsere Leser*innen da sein können.

Bücherei Stetten seit zehn Jahren ehrenamtlich geführt

Seit Mai 2010 wird die Bücherei Stetten von einem ehrenamtlichen Team geführt. Wir sind froh, dass uns dadurch die Bücherei im Ortsteil Stetten erhalten geblieben ist.

In  unseren schönen neuen Räumen in direkter Nachbarschaft der Lindachschule und der Fröbel- und St.Gabriel Kindertagesstätten kann die Bücherei weiterhin von vielen Kindern und Erwachsenen unmittelbar genutzt werden. Dadurch leisten die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen seit zehn Jahren eine wertvolle Arbeit für Stetten. 

Leider müssen die Büchereitüren zur Zeit noch geschlossen bleiben. Wir arbeiten daran, die vom Land verordneten Schutzmaßnahmen umzusetzen, damit bald  wieder alle Kinder und Erwachsenen mit Medien versorgt werden können.

Für alle zur Zeit ausgeliehenen Medien entstehen keine Mahngebühren.

Stadtbücherei: Digitale Angebote zwei Monate kostenlos

Die Stadtbücherei ist derzeit geschlossen. Doch Sie haben mit dem Büchereiausweis rund um die Uhr Zugriff auf Lesestoff und Musik mit den digitalen Angeboten. Nutzer*innen der ebenfalls geschlossenen Büchereien Musberg und Stetten, di keinen Leseausweis der Stadtbücherei besitzen, können ihn nun – wie alle anderen – kostenlos bekommen und nutzen.

Online-Bibliothek: Aktuelle eBooks, eAudios, ePapers, eMagazines und eMusic und eLearning-Kurse können Sie bequem streamen und downloaden. Romane, Sachbücher und Hörbücher sowie Schülerhilfen werden derzeit mit neuen Titeln bestückt um die erhöhte Nachfrage zu bedienen. Zugang auch über die Onleihe-App.

Freegal Music: Tausende von Songs, Alben, Playlists und Musikvideos können Sie auf dem Portal Freegal-Music streamen und downloaden. Brockhaus online: Ideal zum Nachschlagen und Lernen zu Hause.

Für die digitalen Angebote benötigen Sie einen Büchereiausweis. Wenn Sie keinen besitzen, können Sie diesen derzeit unbürokratisch erhalten: Sie schicken eine E-Mail an stadtbuecherei@le-mail.de. Nennen Sie folgende Daten: Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail. Sie erhalten dann eine Büchereiausweisnummer mit Passwort. Damit können Sie zwei Monate lang die Online-Bibliothek, Freegal Music und Brockhaus Online kostenlos nutzen. Wenn Sie danach weiterhin ausleihen möchten, fällt die Jahresgebühr an. >www.stadtbuecherei.leinfelden  echterdingen.de

Corona-Virus: Vorläufige Schließung der Büchereien

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen hat verfügt, dass aufgrund der aktuellen Corona-Lage ab heute (16. März 2020) bis auf Weiteres alle Büchereien der Stadt Leinfelden-Echterdingen, inkl. der Büchereien Musberg und Stetten geschlossen sind.

Für die Kund*innen unserer ehrenamtlich betriebenen Büchereien in Musberg und Stetten, die ihre ausgeliehenen Medien jetzt nicht fristgerecht zurückbringen können, werden für die Zeit der Schließung selbstverständlich keine Mahn- und Säumnisgebühren fällig.

Workshops „Mediales Schreiben“

Vom 02. – 06.03.2020 finden an fünf Schule in Leinfelden-Echterdingen (PMHG, LUS, IKG, IKR, SBBZ) jeweils eintägige Workshops zum Thema „Mediales Schreiben“ statt. Geleitet werden diese von Buchautor Manfred Theisen. 

Angeregt durch Videos sprechen Schüler ihre selbst verfassten Texte ein. Dabei spielte es keine Rolle, wie gut sie sich schriftlich ausdrücken können. Es entstehen bebilderte Very-Short-Storys, Impressionen, Beschreibungen, aber auch Liedtexte und Gedichte. Dazu erlernen die Teilnehmenden ganz nebenher einen neuen Umgang mit dem Smartphone und dem Tablet, ein bisschen Schnitt und vor allem das Texten und das Vortragen von Texten.

Das Format der Workshops ist ein besonderes und kommt so nur sehr selten in anderen Städten und Gemeinden zum Einsatz. Ziel der Workshops ist es, neben der Verbesserung der Schreib- und Ausdrucksfähigkeit der Jugendlichen, auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Literatur überhaupt entsteht. Durch das Schreiben von eigenen Dialogen entsteht Literatur, welche auf mehreren Medien stattfinden kann – eine lebendige Literatur. 

Veranstalter ist die Stadtbücherei Leinfelden-Echterdingen mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der Stadtbücherei Leinfelden-Echterdingen. Herr Theisen war in der Vergangenheit bereits zu Gast bei der Lesezeit in Leinfelden-Echterdingen. Mit seinen Lesungen begeisterte er sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die Lehrpersonen.

Mit unserer Hilfe: Bücherei wird digitaler

Unter der Überschrift „Bücherei bietet immer mehr aus der digitalen Welt an“ berichtet die Filder-Zeitung heute (1.2.2020) von einigen neuen Angeboten der Stadtbücherei Leinfelden-Echterdingen. Einiges davon haben wir mit Hilfe von Spenden finanziell unterstützt.

Neue digitale Angebote in der Stadtbücherei
Neue digitale Angebote in der Stadtbücherei – zum Teil finanziert vom Förderverein

In den Büchereien in Echterdingen und Leinfelden gibt es jetzt ein großes Angebot von digitalen Zeitungen und Zeitschriften, das in den Büchereien genutzt werden kann. In den Büchereien stehen dafür Tablets („Hublets“) zur Verfügung. Überall können Kund*innen der Stadtbücherei den Musik-Streamingdienst FREEGAL nutzen, wenn sie sich mit ihrem Leseausweis anmelden.

Gar nicht digital, aber umso schöner für Kinder sind die Kamishibai Erzähltheater, die jetzt in beiden Büchereien vorhanden sind und von Kindergärten und ehrenamtlich Vorlesenden gerne genutzt werden, um Kindern Geschichten vorzulesen. Dazu werden dann die Bilder wie in einem Theater gezeigt.

Wir unterstützen die Stadtbücherei immer wieder gerne bei solchen Anschaffungen, um immer ein gutes Angebot für ihre Nutzer*innen vorzuhalten.

  • Der Verein ist gemeinnützig, Beiträge und Spenden sind steuerabzugsfähig. Wir sind Mitglied des Bundesverbands der Bibliotheks-Freundeskreise (BdB).
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